JuraConcept - Newsletter

     Inhalt
1. Vorwort
2. Das Thema
3. Neues bei JuraConcept
4. Wissenswertes und Termine

 

     1. Vorwort

Nach einer etwas längeren Sommerpause (die der Verfasser unter anderem zur Vorbereitung des 1. Staatsexamens nutzte) erhalten Sie nunmehr wie gewohnt regelmäßig am Monatsanfang eine neue Ausgabe des JuraConcept-Newsletters.

In den letzten Monaten ohne Newsletter gab es jedoch jede Menge berichtenswerter Ereignisse, auf die hier zumindest kurz eingegangen werden soll. So fand das Bundesverwaltungsgericht am 26.08.2002 im 1895 eingeweihten und jetzt aufwändig restaurierten ehemaligen Reichsgericht in Leipzig eine neue Heimat, womit die "Heimatstadt" von JuraConcept traditionellerweise endlich wieder über ein Bundesobergericht verfügt (abgesehen von der Außenstelle des 5. Strafsenats des BGH). Die BVerwG-Richter dürfen sich übrigens in diesem Zusammenhang an ihrem neuen Standort auch auf eine äußerst umfangreiche neue alte Bibliothek mit derzeit über 180.000 Bänden freuen.

Wohl weit mehr Beachtung in der breiten Bevölkerung fand jedoch wohl der "Bundestags-Wahlkrimi" am 22.09. mit dem bekanntermaßen glücklicheren Ende für die bestehende rot-grüne Regierung. In rechtlicher Hinsicht interessanter waren aber die kurz zuvor aufgetauchten Zeitungsanzeigen und Websites, in denen einige politisch wohl desinteressierte Mitbürger versuchten bzw. versucht wurden, aus dem Verkauf ihrer Wahlstimme Profit zu schlagen (bis zu € 10,- pro vermittelter Wahlstimme!). Dadurch kam der bisher eher unbekannte § 108b StGB [Wählerbestechung] durch die Ermittlungen der Frankfurter Staatsanwaltschaft zu einer ungekannten Medienpräsenz.

Viel Spaß bei der Lektüre des Oktober-Newsletters!

Ihr JuraConcept-Team

 

     2. Das Thema

Mediation - Die außergerichtliche Streitbelegung auf dem Vormarsch?

Thema des Monats soll diesmal Mediation, die außergerichtliche Streitbeilegung durch einen vermittelnden Dritten, sein.

Dass eine gütliche Streitbelegung (fast) immer der bessere Weg und daher erstrebenswert ist, zeigt unabhängig von der Mediation der erhöhte Stellenwert, den die Güteverhandlung z.B. nach der ZPO-Reform im neugefassten § 278 ZPO einnimmt. Kann man sich jedoch auf die Einsetzung eines unabhängigen Mediators einigen, muss es gar nicht erst zu einem gerichtlichen Prozess kommen, wodurch sich in einigen Fällen Kosten einsparen lassen und zudem eine Entlastung der Gerichte als positive Nebenfolge eintritt.

Nach großen Erfolgen in den USA wird Mediation zunehmend auch in Deutschland und Europa als Zweig der Konfliktbewältigung wahrgenommen und gerät damit in den Mittelpunkt des Interesses vieler Konfliktparteien. Unter Stichworten wie "sanfte Scheidung" wollen beispielsweise trennungswillige Paare oft die Folgen einer Scheidung selbstverantwortlich regeln, ohne lange, nervenaufreibende Prozesse und damit verbundene Kosten in Kauf nehmen zu müssen. Aber auch Unternehmen der Wirtschaft geben Entscheidungsprozesse bei Konflikten immer weniger aus der Hand und suchen vielerorts nach professionellen Mediatoren, die eine oftmals schnellere und für beide Seiten akzeptable Lösungen bieten können, ohne dass es der Anrufung eines Gerichts und eines damit hervorgerufenen aufwändigen Prozesses bedarf.

Aus diesem Grund bieten verschiedene Institute weltweit weiterbildende Mediationsstudiengänge an. In Deutschland besteht an der Fernuniversität in Hagen die Möglichkeit, ein zweisemestriges Weiterbildendes Studium "Mediation" aufzunehmen, welches als Bestandteil des Europäischen Masterprogramms "European Master in Mediation (EMM)" anerkannt ist. Interessant ist diese interdisziplinäre Ausbildung dabei grundsätzlich vor allem für Juristen, aber auch für Angehörige anderer Berufsgruppen, die professionell Konflikte lösen. Für Rechtsreferendare und Berufsanfänger gibt es hier sogar Ermäßigungen der Studienkosten.

Weitere Informationen zum Weiterbildenden Studium "Mediation" an der Fernuniversität Hagen können angefordert werden unter:
Zeugma - Deutsche Studiengesellschaft für Rhetorik und Mediation
Hannah Behnke, Urselbachstraße 38, D - 61440 Oberursel
Tel: 06171 - 70 67 77, Fax 06171 - 70 67 80,
E-Mail: behnke@zeugma.de
Internet: www.fernuni-hagen.de/OERV/mediation/

 

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     3. Neues bei JuraConcept

a) Seit einigen Tagen ist das neue Seiten-Update von JuraConcept online. Neben einer verbesserten Seiten- und Navigationsstruktur, durch die man sich besser innerhalb der verschiedenen Angebote zurecht findet, wurden auch einige Darstellungsprobleme entfernt und die Übersichtlichkeit erhöht.
Zum Ansehen bitte hier klicken:
http://www.juraconcept.net/

b) In den letzten Wochen konnte JuraConcept darüber hinaus mit "ABC Office 24" einen neuen leistungsstarken Partner gewinnen. ABC Office 24 ist die größte deutsche Kooperation von selbstständigen, mittelständischen Schreib- und Büroservice-Unternehmen und wurde 1998 in Berlin gegründet. Sitz der Kooperationszentrale der derzeit ca. 50 bundesweit flächendeckend verteilten Partnerunternehmen ist seit Januar 2002 im Existenzgründungs- und Kompetenzzentrum Waren/Müritz, wobei in Berlin und Hamburg zusätzlich Büros unterhalten werden.
Die in der Kooperation organisierten Unternehmen sind dabei speziell ausgerichtet auf Schreib- und Sekretariatsarbeiten sowie klassischen Dienstleistungen im Büroservicebereich. Darüber hinaus bietet das Partnerschaftsnetzwerk weitere Dienstleistungen wie z.B. Telefonservice, 24-Stunden-Service, Vermietung von Büro- und Konferenzräumen, Konferenzen und Tagungen mit Bewirtungsservice, Buchhaltung und Controlling, Marketingservice, Dolmetscher und Übersetzungen, Kopier- und Druckservice, Personalmanagement, Bewerberberatung, Internetservice sowie EDV-Schulungen an.
Mehr Informationen gibt es unter:
http://www.abc-office24.de/  bzw.
http://www.abc-online24.de/

c) Des weiteren wurde die Datenbank bundesdeutscher Gesetze und Verordnungen aktualisiert und die dazugehörigen Links auf den neuesten Stand gebracht. Darüber hinaus wurden viele der Gesetze um ihre üblichen und bekannten Abkürzungen ergänzt, so dass auch eine Gesetzestext-Suche nunmehr auch anhand der Abkürzung möglich ist. Der derzeitige Umfang der Sammlung beträgt nunmehr 487 Gesetze und Verordnungen des Bundes.
Hier geht's zur Gesetzesdatenbank:
http://www.juraconcept.net/Rspr/Bundesgesetze.htm

d) Ebenfalls aktualisiert und erweitert wurden die Links zu den deutschen Gerichten aller Instanzen und Rechtszüge.
Also einfach reinschauen unter:
http://www.juraconcept.net/Rspr/Index.htm

 

      4. Wissenswertes und Termine

a) Am 01.08.2002 trat das Zweite Gesetz zur Änderung schadensersatzrecht-licher Vorschriften quasi als wohl eine der letzten Amtshandlungen der aus ihrem Amt scheidenden Bundesjustizministerin Däubler-Gmelin in Kraft und brachte einige grundlegende Neuerung auf dem Gebiet der schadensersatzlichen Haftung, wobei insbesondere Änderungen in BGB, StVG, ProdHG und HGB zu beachten sind. Nähere Informationen zum Gesetz befinden sich auf den Seiten des Bundesjustizministeriums unter:
http://www.bmj.de/

b) Wie die Bundesrechtsanwaltskammer Berlin (BRAK) mitteilte, haben junge Anwälte zunehmend Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. So musste nahezu jeder 7. Berufsanfänger 2001 den Anwaltsberuf wieder aufgeben; über 1100 Anwälte bis 39 Jahre gaben bis Jahresfrist 2001 ihre Zulassung zurück. Als Ursache gilt die stetig wachsende Konkurrenz, da jährlich bis zu 6000 Anwälte im Bundesgebiet neu hinzukommen.
Mehr Infos unter:
http://www.brak.de/

c) Ab dem kommenden Wintersemester bietet die Universität Köln den Weiterbildungsstudiengang Wirtschaftsjurist an. Schwerpunkte können dabei auf M&A, Wettbewerbs-, Kartell-, Gesellschafts-, Steuerrecht oder aber sogar Wirtschaftsstrafrecht gesetzt werden. Das Studium dauert 2 Semester und schließt regelmäßig mit dem Abschluss LL.M. oec. ab. Voraussetzung ist ein bestandenen Erstes Staatsexamen; die Teilnahmegebühr beträgt derzeit € 750,- pro Semester.
Weitere Informationen gibt es unter:
http://www.uni-koeln.de/jur-fak/lbrah/wirtschaft/

d) Einen weiteren Weiterbildungsstudiengang bietet die Fernuniversität Hagen unter dem Titel "Einführung in den Anwaltsberuf" an. Dieser wendet sich an angehende Rechtsanwälte und Rechtsreferendare.
Näheres dazu findet man unter:
http://www.fernuni-hagen.de/REWI/STJZ/Weiterbildung/Anwaelte/start.htm

e) Den wohl rentabelsten Hafturlaub hatte vor einigen Tagen Ex-Boxweltmeister Rocchigiani angetreten. Mit nicht weniger als 31 Mio. USD Schadensersatzzahlungen wegen ungerechtfertigter Aberkennung seines Weltmeistertitels kehrt der ehemalige Boxstar von seinem Aufenthalt aus den USA zurück.

f) Wie das BVerfG bereits im Juli diesen Jahres in Karlsruhe per Beschluss feststellte, reicht der Besitz von Haschisch allein nicht aus, um einen Cannabis-Konsumenten den Führerschein zu entziehen.
Weitere Recherchemöglichkeiten unter:
http://www.bundesverfassungsgericht.de/

g) Link des Monats ist im Oktober die Seite des Bundespatentgerichts unter http://www.bundespatentgericht.de/

 

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